Felgenbefestigung / Radbolzen / Muttern

Radbolzen zur Felgenbefestigung

Zur Befestigung des Rades bzw. der Felge am Fahrzeug werden üblicherweise drei, vier oder fünf Radbolzen verwendet. Ihre Aufgabe ist es, das Rad zu zentrieren, die Radkräfte (Beschleunigung, Bremsen, Kurvenfahrt) zu übertragen und für Rundlauf zu sorgen. Als Werkstoffe kommen Stahl oder Aluminium zum Einsatz, seltener auch Kunststoffe. Um einen guten Kraft- und Formschluss zu gewährleisten, sind die Befestigungslöcher der Felgen mit einem Anlagebund, d. h. mit einer konischen oder teilkugeligen Ausfräsung versehen, in der die entsprechend geformten Bolzenköpfe zentriert anliegen.

Radbolzen

Gemäß den Einsatzzwecken und den unterschiedlichen Rädern der Hersteller gibt es verschiedene Formen und Größen, die unbedingt zu beachten sind. Ein grundsätzliches Kriterium bei Kraft- und Nutzfahrzeugen ist die Baufestigkeit und Korrosionsbeständigkeit, die aussagt, ob Stahl, Aluminium oder andere Werkstoffe verwendet werden können. Danach entscheiden Bauform, Gewindegröße und Gewindelänge sowie die Schlüsselweite über den Einsatz. Zu den häufigsten Bauformen zählen Flachbundschrauben, Kegelbundschrauben und Kugelbundschrauben (jeweils mit oder ohne beweglichen Bund), die sich im Wesentlichen durch die mehr oder weniger ausgeprägte Profilierung des Anlagebundes unterscheiden. Als häufigste Kenngrößen gelten nach DIN 74361 die Gewindemaße M 12 und M 14 sowie die Schlüsselweiten 17, 19 und 22, wobei z. B. die Maßangabe M 14 x 1,5 x 51 Auskunft über Gewindedurchmesser x Gewindesteigung x Gewindelänge gibt (Angaben in Millimetern). Zu beachten gilt das vom Fahrzeug- oder Felgenhersteller in Newtonmeter (Nm) angegebene Anzugsdrehmoment, das für alle Bolzen gleichermaßen weder unterschritten noch überzogen werden sollte.

Muttern

Universelle Befestigungsmuttern für Kraft- und Nutzfahrzeugräder sind meist mit den DIN-Gewindemaßen M 10 und M 12 sowie den Schlüsselweiten 17, 19 und 24 ausgestattet. Daneben liegen auch Zollmaße für amerikanische oder ältere englische Fahrzeuge vor (z. B. 1/2" UNF x 19,5 mm), die der amerikanischen UNF-Norm (Unified National Fine) entsprechen. Befestigungsmuttern setzen an Bolzen an, die mit der Radnabe verschweißt sind oder von hinten durchgeschoben werden (Stehbolzen). Das vorgeschriebene Anzugsdrehmoment sollte unbedingt eingehalten werden, da die Befestigungsmuttern im Vergleich zu den Radbolzen über ein kürzeres Gewinde verfügen und sich daher leichter überdrehen lassen oder lösen können.

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